Wofür wir stehen

Eine Kinderserie vermittelt etwas, ob sie will oder nicht. Das hier sind die Dinge, die unsere absichtlich vermittelt.

Freundlichkeit vor Cleverness. In einer Tibino-Geschichte gewinnt niemand, weil er der Schlaueste oder der Schnellste ist. Es geht gut aus, weil jemand bemerkt hat, dass ein Freund Hilfe braucht — und weil alle anderen mitgemacht haben.

Die fünf, die jede Folge prägen

Was wir absichtlich weglassen

Keine Bösewichte. In keiner Folge gibt es eine böse Figur. Probleme entstehen aus Versehen — ein Körbchen treibt weg, jemand verläuft sich — damit ein Kind die Welt nie in gute und böse Menschen einteilen muss.

Keine Strafe und keine Blossstellung. Niemand wird ausgeschimpft, ausgelacht oder klein gemacht. Pip ist vor fast allem ängstlich, und das ist nie der Witz.

Keine Ironie. Unter etwa sechs Jahren hören Kinder die Wörter und überhören den Ton. Ein ironischer Satz kommt als gemeiner Satz an.

Keine Konkurrenz als Antrieb. Niemand streitet darum, wer der Beste, Erste oder Liebste ist.

Warum die Figuren nie ihr Aussehen ändern

Jede Figur wird einmal entworfen und bleibt danach in jeder Folge optisch identisch — dieselben Farben, dieselben Zeichnungen, dieselben Augen. Das klingt nach einem Produktionsdetail, für ein zweijähriges Kind ist es aber der Unterschied zwischen einem Freund und einem Fremden. Jemanden wiederzuerkennen ist der Anfang von Vertrauen in eine Geschichte, und wir stecken viel Mühe hinein, das zu schützen.

Warum die Enden leise sind

Jede Folge endet ruhig: alle beisammen, warmes Licht, nichts offen. Viele Kinderserien enden auf einer Spitze, die einen ins nächste Video zieht. Uns ist lieber, dass Ihr Kind nach einer Folge aufhören kann — und dass das Letzte, was es gesehen hat, freundlich war.

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